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Vergleich der Mundschutzmasken: MNS, FFP2, FFP3 und selbstgebastelt


In den letzten Tagen wurde immer wieder über eine Maskenpflicht diskutiert. Die Fragen, welche Maske damit gemeint ist und welche wirklich schützen, tauchen dabei immer häufiger auf. In diesem Ratgeber vergleichen wir verschiedene Mundschutzmasken und verraten Ihnen, mit welcher Sie sich vor Corona-Viren und anderen Krankheitserregern schützen.

Warum brauche ich eine Mundschutzmaske?

COVID-19 hält aktuell die ganze Welt still. Täglich steigen die Zahlen der Neuinfektionen. Das Ziel ist es, die Ausbreitung der Corona-Viren zu verringern. SARS-CoV-2 wird wie viele andere Erreger, die eine Atemwegsinfektion auslösen, hauptsächlich über Tröpfchen übertragen. Corona ist somit eine Tröpfcheninfektion.

Wie wird Corona übertragen? 

Beim Niesen oder Husten werden Tröpfchen mit einer hohen Geschwindigkeit aus der Nase oder dem Mund geschleudert. Teilweise fliegen die Mikroorganismen über 10 m weit. Sie setzen sich auf den Schleimhäuten wie Nase, Mund oder Augen einer anderen Person fest und können darüber in den Körper eindringen und eine Infektion hervorrufen. Einen weiteren Übertragungsweg stellen Aerosole dar. Laut dem Robert Koch Institut können die Viren in der Ausatemluft einer erkrankten Person im Raum nachgewiesen werden. Eine Übertragung im normalen gesellschaftlichen Umgang erscheint als eher unwahrscheinlich und kann durch das Tragen einer chirurgischen Maske verhindert werden.

Welche Arten Mundschutz gibt es?

Grundsätzlich gibt es im medizinischen Bereich drei verschiedene Masken-Arten:

  • MNS (Mund-Nasen-Schutz oder OP-Maske)
  • FFP2 Maske
  • FFP3 Maske

Da die Schutzausrüstung für medizinisches Personal weltweit knapp wird und die Öffentlichkeit dennoch zur Eindämmung der Pandemie beitragen soll, machen sich nun auch selbstgenähte Masken und Alternativen wie Halstücher oder Schale breit. Die verschiedenen Mundschutzmasken im direkten Vergleich:

Selbstgenähte Mund- und Nasenabdeckungen

Nähen Sie Ihre Maske selbst und verkaufen Sie diese, sollten Sie die rechtlichen Aspekte beachten. Der Mundschutz unterliegt einer Kennzeichnungspflicht nach dem Medizinproduktegesetz (MPG). Selbstgebastelte Modelle dürfen Sie deshalb nicht als Mundschutz bezeichnen, da es den Verbraucher in die Irre führen kann. Zugleich sollten Sie auf einen Hinweis achten, dass diese Maske nicht pauschal vor einer Infektion mit COVID-19 schützt. Wählen Sie zum Nähen lieber einen festgewebten als einen leichtgewebten Stoff.

Warum dürfen selbstgenähte Gesichtsmasken nicht als Mundschutz bezeichnet werden?

Das liegt am verwendeten Material. Die Behelfsmasken, DIY-Masken oder Community-Masken bestehen aus herkömmlicher Baumwolle. Dieser Stoff stellt eine optische Barriere zwischen der Mund-Nasen-Partie und der Außenwelt dar. Jedoch können Tröpfchen und Aerosole ungehindert durchdringen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte berichtet dennoch, dass sie einen Teil zur Eindämmung der Ausbreitung der Pandemie leisten können. Das liegt daran, dass der Stoff die Tröpfchen beim Husten oder Niesen verlangsamt und verhindert, dass sie quer durch die Gegend geschleudert werden. Zudem erhöhen sie die Aufmerksamkeit gegenüber des social distancings. Sie steigern weiterhin das konsequente Durchführen der eigenen Hygienemaßnahmen. Den Trägern der Gesichtsmasken fällt es schnell auf, wenn sie sich ins Gesicht greifen. Sich selbst können Sie mit einer selbstgebastelten Maske nicht schützen, jedoch besteht die Möglichkeit, dass Sie andere etwas schützen, wenn Sie niesen oder husten. Etwa den gleichen Effekt haben Schale oder Halstücher. Lesen Sie, welche Mundschutzmaske Sie jetzt tragen sollten. 

Der Vorteil an den DIY-Masken besteht darin, dass Sie sie wiederverwenden und waschen können. Dies sollten Sie nach jedem Tragen tun. Lagern Sie die Mund- und Nasenmaske nach dem Abnehmen entweder luftdicht oder waschen Sie diese unmittelbar danach. Um alle potentiellen Krankheitserreger dabei abzutöten, empfehlen wir die Kochwäsche, jedoch mindestens 60 Grad Celsius. Einen zusätzlichen Hygienespüler benötigen Sie nicht. Teilweise geben die Hersteller an, wie oft Sie die Maske waschen können. Waschen Sie die Behelfsmaske nicht öfter als angegeben, um den Fremdschutz aufrechtzuerhalten. Die Community-Maske sollten Sie austauschen, sobald der Stoff aufgrund der Atemluft feucht ist. Dies führt nämlich dazu, dass die Gesichtsabdeckung noch durchlässiger wird und die Barriere-Funktion abnimmt.

Mund-Nasen-Schutz oder OP-Maske

Diese Masken werden standardmäßig in der Pflege und im OP eingesetzt. Wie DIY-Masken schützt er in erster Linie das Umfeld. Allerdings ist er für den Gebrauch in Kliniken, im OP-Bereich und der Intensivstation zugelassen. Er fängt Tröpfchen in geringem Umfang ab, verringert jedoch die Ausbreitung dieser, wenn der Träger hustet oder niest. Zudem verhindert er die Schmierinfektion. Medizinischer Mundschutz ist für den einmaligen Gebrauch ausgelegt. Sie sollten ihn wechseln, sobald er wegen der Ausatemluft feucht ist. Die Wiederverwendung ist möglich, wenn Lieferengpässe der persönlichen Schutzausrüstung herrschen. Dabei sollten Sie auf die Einhaltung der Hygienerichtlinien achten. Dazu zählt die Händedesinfektion vor dem Anlegen und dem Abnehmen der Maske. Sie sollten darauf achten, die Innenseite nicht zu berühren. Hängen Sie die den Mundschutz so auf, dass das Innere stets vor Kontamination geschützt ist. Beispielsweise indem Sie ihn in einer Nierenschale ablegen oder an einem Haken an der Wand aufhängen. Ist die Außenseite sichtbar verschmutzt, sollten Sie die OP-Maske austauschen. Die maximale Tragedauer beträgt acht Stunden. Desinfizieren oder waschen sollten Sie die OP-Maske nicht. Das Material könnte Schaden nehmen und die Zuverlässigkeit des Schutzes beeinträchtigen.

FFP2 und FFP3 Masken

FFP2 Masken sind filtrierende Halbmasken und schützen, je nach Ausführung, den Träger und das Umfeld vor Tröpfcheninfektionen und Infektionen durch Partikel und Aerosole. Der Name FFP leitet sich aus dem Englischen „face filtering piece“ ab. Beide Masken gibt es mit einem Ventil, das die Atmung erleichtern soll. Diese Variante schützt nur noch den Träger. Das Umfeld hingegen nur in einem geringen Umfang. Die Atemschutzmasken gelten auch als Einmalmaterial, aber können über eine Schicht (acht Stunden) mehrmals getragen werden. Jedoch nur, wenn Sie beim Anlegen und Abnehmen hygienische Standards streng einhalten. Für den Fall, dass die Mundschutzmaske außen kontaminiert ist, sollten Sie diese nicht mehr anlegen. Desinfizieren und waschen Sie FFP Masken nicht, da sonst die Filterfunktion herabgesenkt wird.

Der Unterschied zwischen den FFP2 und FFP3 Masken liegt in der maximalen Durchlässigkeit von Aerosolen. Bei FFP2 Masken darf sie bei höchstens 11 % liegen, während der Wert bei FFP3 Masken niedriger als 5 % sein muss. Filtrierende Halbmasken werden zum Schutz vor Mikroorganismen, radioaktiven und krebserregenden Stäuben und Rauch angewendet.

Mundschutzmasken Vergleich: Was ist die beste Maske bei Corona?

Obwohl sie in den Medien als sehr nützlich dargestellt werden, schützen selbst gemachte Masken Sie kaum vor einer Infektion mit COVID-19. Ihr Umfeld schützen Sie damit nur bedingt. Möchten Sie sich und Ihre Mitmenschen ausreichend vor einer Ansteckung schützen, sollten Sie auf eine FFP2 oder FFP3 Maske ohne Ventil zurückgreifen und diese wie empfohlen maximal acht Stunden tragen.